Klimawandel und Globalisierung aus ökonomischer Sicht

Die Globalisierung hat es ermöglicht, dass weltweit Kooperationen zwischen Unternehmen bestehen, wobei diese Entwicklung in ihren Anfängen auf der Erfindung von E-Mail, Handy und Internet basiert, die die Kommunikation weltweit vereinfachen. Viele Konzerne und Unternehmen wiederum verlegen aufgrund ökonomischer Aspekte ihre Produktionsstätten in Länder, wo die Löhne wesentlich billiger sind und keine oder kaum Umweltauflagen existieren. Gleichzeitig industrialisieren sich zunehmend auch sogenannte Schwellenländer, Länder, die zwischen der Ersten und der Dritten Welt stehen. Hinzu kommt, dass die weltweite Mobilität mit Autos rapide ansteigt. Die Folge ist, dass immer mehr schädliche Emissionen in das Klima auf der Erde gelangen und den Treibhauseffekt beschleunigen. Klimawandel und Globalisierung liegen also nicht so weit auseinander, wie man auf den ersten Blick meinen möchte. Die Folgen des Klimawandels wie das Schmelzen der Polkappen und das Verschwinden der Gletscher sind zwar bekannt, Unternehmen sehen wirtschaftliche Entwicklungen aber in erster Linie aus ökonomischer Sicht bzw. aus Sicht der Rentabilität. Zwar existieren in Ländern wie Deutschland immer strengere Umweltauflagen für die Industrie; dies gilt aber für viele Länder nicht. Ein deutsches Unternehmen, das ein Werk in China baut, tut dies unter ökonomischen Gesichtspunkten, um Kosten zu sparen. Die Umwelt ist dabei zweitrangig. Da es aber auch kein internationales Gremium gibt, welches Länder wie China zu Umweltschutzmaßnahmen zwingen könnte und die Verhandlungen bezüglich des Klimawandels zäh verlaufen, ist davon auszugehen, dass sich die Erderwärmung durch die Globalisierung verschlimmern wird. Rauchende Schornsteine in Russland, Rodung der Regenwälder oder Entsorgung von Abfall in die Ozeane: Rein ökonomisch gesehen ist das Klima zweitrangig.