Tagesgeld scheint eine immer größere Rolle zu spielen. Und das hat seinen Grund, denn für Tagesgeld wurde lange nicht mehr so viel Rendite erwirtschaftet, wie derzeit. Die Anbieter liefern sich einen entsprechend harten Wettbewerb. Die besten Konditionen bekommt man derzeit bei den Direktbanken. Die Zinserträge liegen hier deutlich höher, als bei den Haus- und Geschäftsbanken. Dabei kann der der Anleger natürlich, wenn er möchte und ihm die Zinsen letztlich zu niedrig sind, jederzeit den Anbieter wechseln. Im Gegensatz zu Festgeld ist dies ein Vorteil, den sich sehr viele Anleger gründlich überlegen. Bei Festgeld bekommen sie zwar mehr Zinsen, doch sie kommen an ihr Geld währen der Laufzeit nicht heran. Entsprechend hohe Zinsen gibt es hier natürlich, doch das Geld kann nicht wie beim Tagesgeld kurzfristig für andere Investitionen eingeplant werden. Beim Festgeld kann das Vermögen erst dann verplant werden, wenn die Vertragslaufzeit zu Ende ist.
Schlechte Zeiten, dennoch Top-Zinsen
Die schlechte Zinslage, die derzeit auf dem Markt herrscht, ist vor allem darauf zurückzuführen, dass im Euroland eine sehr große Krise herrscht. Diese Krise begann in Griechenland, hat sich inzwischen nach Italien und nach Spanien und Irland weiter ausgebreitet. Dabei ist jedoch nicht auszuschließen, dass die Eurokrise auch nach Deutschland überschwappen könnte. Frankreich ist bereits in den Sog geraten. Das Land, in dem in diesem Jahr auch Präsidentschaftswahlen stattfinden werden, wurde von einer Ratingagentur herabgestuft. Dies bedeutet, dass Frankreich künftig für Staatskredite mehr Zinsen zahlen muss, weil es nicht mehr als Top-Zahler gilt. Für die privaten Anleger bedeutet dies aber noch lange nicht, dass ihre Tagesgeldzinsen in der Zukunft gleich wieder sinken werden. Den Vergleichsrechner auf dem Portal http://www.tagesgeldzinsen.org/tagesgeldrechner/ sollten sie dennoch im Auge behalten. Es kann sich lohnen.

